Kontaktlinsen schwimmen auf einem feinen Tränenfilm und liegen nicht direkt auf der Hornhaut des Auges auf. Man unterscheidet zwischen harten und weichen Kontaktlinsen. Mit Kontaktlinsen lassen sich die meisten Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Astigmatismus oder Presbyopie korrigieren. Auch sehr komplizierte Formen von Fehlsichtigkeiten wie Keratokonus oder Keratoglobus lassen sich mit Kontaktlinsen gut korrigieren, meist sogar besser als mit einer Brille.

Gegenüber 38 Millionen Brillenträgern sind die etwa 2 Millionen Menschen in Deutschland, die Kontaktlinsen tragen, deutlich in der Minderheit. Dennoch nimmt das Tragen von Kontaktlinsen immer mehr zu, seit sich durch verbesserte Materialien und leichtere Pflegesysteme die Risiken vermindert haben.

Kontaktlinsen sind Medizinprodukte und unterliegen hohen Prüfanforderungen.
Das Linsenmaterial wird besonders auf Verträglichkeit und Sauerstoffdurchlässigkeit geprüft. Für die Tragezeit am Auge gibt es dann eine Zulassung. Die kann tägliches Tragen sein, oder das Tragen über Nacht erlauben.
14 Tage bis 30 Tage non stop sind da möglich. Natürlich ist eine genaue Beratung und Anpassung durch einen qualifizierten Augenoptiker oder Optometristen unabdingbar. Dieser wird auch die Betreuung übernehmen und darauf achten, das die Augen keinen Schaden nehmen.